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6 Schritte zu Ihrer SEO-Strategie als Immobilienmakler

  • Best Practices & Trends
Published by Nicole Keller - 29. September 2021
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Mit diesem Plan finden Sie den Einstieg ins Thema SEO, stärken Ihre Online-Präsenz und generieren noch mehr Leads 

SEO, kurz für Search Engine Optimization, ist für viele Immobilienmakler:innen einer der wichtigsten Wege geworden, potenzielle Kund:innen auf sich aufmerksam zu machen. Das liegt unter anderem daran, dass Suchmaschinenoptimierung langfristig kostengünstiger sind als andere Formen von Immobilienmarketing und -werbung. Eine SEO-Strategie für Ihre Immobilienagentur aufzubauen ist jedoch keine einmalige Angelegenheit: Sie umzusetzen erfordert Zeit, Geduld und einen guten Plan.

In unserem letzten Artikel haben wir vier grundlegende SEO-Bereiche für Immobilienmakler:innen sowie SEO-Tipps dazu vorgestellt. In diesem Artikel geht es um sechs Schritte zum Aufbau Ihrer eigenen SEO-Strategie. Ziel dabei ist, einen individuellen, soliden und effektiven Maßnahmenplan zu entwickeln, der messbare Erfolge zeigt. So können Sie Ihre Platzierungen in den Google-Suchergebnissen verbessern, auf organische Weise mehr Besucher:innen auf Ihre Website aufmerksam machen, und dadurch letztendlich mehr Neukund:innen gewinnen. 

Schritt 1: Website-Analyse und Positionsbestimmung 

Bevor eine SEO-Strategie entwickelt und implementiert werden kann, ist eine Bestandsaufnahme wichtig: Wie bewertet der Google-Suchalgorithmus Ihre Homepage aktuell? Ein guter Ausgangspunkt ist dafür eine vollständige Prüfung Ihrer Webseite, mit der Sie Schwachstellen aufdecken und Ihre Position für die relevantesten Schlüsselwörter einordnen können. Ein solches Audit können Sie entweder selber durchführen oder jemanden damit beauftragen. 

Es gibt viele verlässliche Online-Tools, die wertvolle Informationen darüber liefern, wie es um Ihre Website in Sachen Suchmaschinenoptimierung steht. Dazu gehören:

Preislich geht es dabei von kostenlosen oder sehr kostengünstigen Optionen (wie Neil Patels Free SEO Checker) bis hin zu kostenpflichtigen, aber hochqualitativen Tools (z.B. SEMrush, je nach Plan ca. 25-200 € pro Monat).

Hauptsächliches Ziel dieses Schritts ist es, Verbesserungspotenziale zu identifizieren, damit Ihr zu erstellender und umzusetzender Plan sich darauf fokussieren kann.

Google Search Console
In diesem Beispiel hat Google Search Console vier schwerwiegende Fehler identifiziert, die behoben werden müssen, um das Ranking in den Suchergebnissen zu verbessern. (Quelle: Google Search Console)

Schritt 2: Ziele festlegen

Nachdem Sie Ihre Seite so auf Herz und Nieren geprüft haben, haben Sie eine bessere Vorstellung davon, wo Verbesserungspotenzial besteht. Um dieses aber auch richtig nutzen zu können, ist es in einem nächsten Schritt wichtig, Ihre Ziele zu definieren. Überlegen Sie sich dazu, was Sie genau anstreben, zum Beispiel:

  • mehr Besucher:innen,
  • eine längere Verweildauer, oder
  • eine verbesserte Umwandlungsrate von Besucher:innen zu neuen Kund:innen.

Brechen Sie dann jeden Punkt auf Etappenziele herunter und planen Sie, welche Schritte zur Erreichung nötig sind. Auf diese Weise können Sie erkennen, welche Bereiche priorisiert werden müssen und sich auf diese zuerst konzentrieren. 

Die Verbesserung der Seitenladegeschwindigkeit kann beispielsweise ein notwendiger Teilschritt sein, um die Absprungrate zu reduzieren: Wenn die Seite schnell lädt, verlieren weniger Besucher:innen die Geduld und verlassen Ihre Website nach den ersten Klicks nicht gleich schon wieder. Wenn es jedoch dringendere technische Probleme gibt, die Google daran hindern, Ihre Website korrekt zu crawlen und zu indexieren, müssten diesen eine höhere Priorität zugewiesen werden, bevor Sie sich an die Verbesserung der Ladezeiten setzen.

Andere Etappenziele könnten zum Beispiel sein:

  • Grundlegende On-Page Optimierungen wie die Verwendung von effektiven Seitentiteln, Meta-Beschreibungen und Alternativtext für Bilder (sogenannte Alt-Tags),
  • Verbessertes lokales SEO/lokale Suche durch vollständige und aussagekräftige Google My Business Einträge (die auch auf Google Maps angezeigt werden), 
  • Ein mobil-freundliches “responsive” Website-Design für problemloses Browsen auf Smartphone und Tablet, 
  • Off-Page-Linkbuilding durch den Aufbau von Backlinks die von anderen Webseiten auf die eigene führen,
  • Einrichtung und Verwendung von Schema-Markup für Immobilienangebote, damit diese direkt in den Ergebnissen der Google-Suche angezeigt werden können, oder
  • Optimierung des Nutzererlebnisses durch modernes, logisches und intuitives Webdesign. 

Besonders wenn Sie planen, selber und ohne die Hilfe einer externen SEO-Agentur an Ihrer SEO-Strategie zu arbeiten, sind solch klar definierten und erreichbaren Ziele wichtig, um sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen. Sie können beispielsweise für jeden Monat ein SEO-Thema festlegen, an dem Sie arbeiten möchten, und sich dafür jede Woche ein paar Stunden Zeit reservieren.

Schritt 3: Die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe identifizieren

Nur wenn Sie Ihre Zielgruppe gut kennen, können Sie die Inhalte Ihrer Website an deren Bedürfnisse anpassen. Wichtig ist hierbei, verschiedene Typen potenzieller Kunden:innen zu berücksichtigen und auf sie einzugehen, beispielsweise auf die anderen Bedürfnisse und Motivationen von Eigenheimkäufer:innen im Gegensatz zu Immobilienverkäufer:innen. Denken Sie über die jeweiligen Ziele und Problematiken nach, die mit jedem ihrer Ziele verbunden sind. In unserem Artikel zum Immobilienmarketing finden Sie weitere Informationen und Anregungen zu diesem Thema.

Verwenden Sie dann die Keyword-Recherche, um zu ermitteln, nach welchen Schlüsselwörtern potenzielle neue Kund:innen online suchen. Wenn Sie beispielsweise auf Ihrer Website sowohl Verkäufer:innen als auch Mieter:innen ansprechen möchten, dann sind Suchbegriffe wie "Mein Haus verkaufen" oder "Haus mieten" ein guter Ausgangspunkt, da sie jeweils für diese Gruppen relevant sind. Keyword-Recherche-Tools liefern diesbezüglich wertvolle Informationen, da sie Ihnen zeigen, welche Begriffe und Kombinationen das größte Suchvolumen haben.

organic search
Ein Ansatz der Keyword-Recherche besteht darin, zu prüfen, welche Suchanfragen bereits den meisten Traffic für Ihre Website generieren, um zu wissen, wo Sie Ihre Ressourcen einsetzen sollten. Spezifische Kombinationen, auch Long-Tail-Keywords genannt, haben möglicherweise ein geringeres Suchvolumen, sind aber auch weniger umkämpft. Ihre Website hat damit eine viel höhere Chance, die erste Seite der Suchergebnisse zu erreichen. (Quelle: Semrush)

Berücksichtigen Sie auch die Suchabsicht. Wenn jemand bestimmte Keywords verwendet, in welchem ​​Stadium der Entscheidungsfindung befindet er oder sie sich wahrscheinlich? Besuchen Sie Plattformen wie GuteFrage, um häufig gestellte Fragen Ihrer Zielgruppe herauszufinden. Welche Informationen benötigen sie zu diesem Zeitpunkt und wie umfangreich sollten diese sein?

Schritt 4: Website-Inhalte planen und erstellen

Ausgerüstet mit dem Wissen über Ihre Zielgruppen und deren Suchverhalten können Sie nun einen Aktions- und Inhaltsplan erstellen. Ein redaktioneller Kalender, wie zum Beispiel die Online-Applikation Airtable Content Calendar oder ein vergleichbares deutsches Template, macht Ihnen die Planung und Erstellung qualitativ hochwertiger Inhalte wie Blog-Posts und Artikel leichter.

SEO-Experte und Berater Dominik Jedro empfiehlt gerade für den Anfang ein einfaches Konzept, das viele seiner Kund:innen mit großem Erfolg verwenden. "Beginnen Sie mit einem langen Artikel, einem sogenannten Pillar-Artikel, zu einem häufig gesuchten Thema. Bauen Sie dann kürzere sogenannte Cluster-Artikel darum herum auf, in denen verschiedene Aspekte Ihres gewählten Themas eingehend erörtert werden. Die Verknüpfung der Artikel untereinander stärkt aus Sicht des Google-Algorithmus die Position des ursprünglichen Hauptartikels - und hält zusätzlich das Interesse von Besucher:innen lebendig, sodass diese lange auf Ihrer Seite verweilen." Verwenden Sie in diesen Artikeln die Schlüsselwörter, die Sie recherchiert haben, sowohl in den Überschriften als auch im Fließtext, um die Leserschaft und den Suchalgorithmus gleichermaßen interessiert zu halten.

Insbesondere Inhalte, die Besucher:innen dazu einladen, mit Ihnen in Kontakt zu treten, sind für die Lead-Generierung wertvoll. Sie können beispielsweise einen Artikel zu einem häufig gesuchten Thema abschließen, indem Sie Ihre Kontaktinformationen wiederholen und potenziellen Kund:innen anbieten, Sie anzurufen oder per E-Mail zu kontaktieren, falls sie weitere Fragen haben sollten. Kontaktformulare und andere Plug-Ins sind dabei ein unschätzbares Werkzeug, da sie es beiden Seiten erleichtern, ein Gespräch zu beginnen und fortzusetzen.

Der PriceHubble Lead Generator, ein Plugin, das direkt auf der Webseite eingesetzt werden kann, perfektioniert diese Kunst. Dieses Tool gibt Website-Besuchern einen Anreiz, ihre Kontaktdaten zu hinterlassen, indem es bei Eingabe einer Adresse eine grobe Bewertung für ein Immobilienobjekt generiert. Das Formular fordert Nutzer dann auf, ihre E-Mail-Adresse zu hinterlassen, um eine detaillierte Preiseinschätzung und Analyse zu erhalten. Besonders für Immobilienbesitzer:innen, die über einen Verkauf nachdenken, ist dies eine attraktive Gelegenheit, eine erste Schätzung zu erhalten, die Sie dann weiterverfolgen können.

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Der PriceHubble Lead Generator bewertet die Immobilie Ihrer Website-Besucher bei der Eingabe derer Kontaktdaten.

Haben Sie Inhalte und Interaktionsmöglichkeiten auf Ihrer Website so aufgebaut, können Sie damit beginnen, die Artikel auf verschiedenen Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook und LinkedIn zu bewerben. Digitale Tools wie Later oder - auch auf deutsch verfügbar - Hootsuite machen es Ihnen leicht, Beiträge im Voraus zu planen und automatisch zum richtigen Zeitpunkt zu posten.

Schritt 5: Erfolg messen und Strategie nach Bedarf anpassen

Messen Sie die Erfolge der Optimierung und Erweiterung Ihrer Website fortlaufend. Wichtige Leistungsindikatoren sind beispielsweise die Absprungrate, Klickraten auf Links in Artikeln oder Konversionsraten von Besucher:innen zu Leads.

Wenn Sie bemerken, dass einige Inhalte Ihrer Seite deutlich besser abschneiden als andere, analysieren Sie, was diese so erfolgreich macht. Verwenden Sie dieses Wissen, um die obigen Schritte zu wiederholen und Ihre Strategie weiter abzustimmen.

Schritt 6: Geduldig bleiben 

Wie die Zahlen von SEO-Expert:innen zeigen, kann es bis zu sechs Monate dauern, bis die ersten Erfolge von Immobilien-SEO beobachtbar werden. Das kommt nicht ganz überraschend, dauert die durchschnittliche Customer Journey vor einer Kundenentscheidung in der Immobilienbranche doch neun bis zehn Monate. 

Aber sogar ausgerüstet mit diesem Wissen kann es Beharrlichkeit erfordern, die Geduld zu bewahren und nicht aufzugeben – die Ziele, die Sie sich in Schritt 2 gesetzt haben, werden Ihnen helfen, motiviert zu bleiben.

Fazit

Mit diesen sechs Schritten finden Sie nicht nur den Einstieg ins Thema SEO, sondern auch erste Verbesserung im Ranking Ihrer Immobilienwebseite erzielen. Sollten Sie das Gefühl haben, dass einige Aspekte Ihr Know-how übersteigen oder mehr Zeit in Anspruch nehmen, als Sie zu investieren bereit sind, mag zusätzlich sich die Beauftragung von externen Beratern im SEO-Dienstleistungsbereich lohnen.

In jedem Fall ist SEO ist zu einem integralen Bestandteil des Online-Marketings jeden Immobilienmaklers geworden. Je mehr Sie in das Thema eintauchen, desto mehr nützliche digitale Tools werden Sie finden, die Ihnen SEO leicht machen und helfen, Ihre Ziele zu erreichen. Dazu gehören die benutzerfreundlichen, KI-gestützte Bewertungs- und Lead-Generierungstools von PriceHubble. Finden Sie in unserem Artikel “Digitale Tools für Immobilienmakler: 5 Tipps für optimierte Prozesse und noch mehr Erfolg” weitere Ideen, welche digitalen Marketingtools sich wirklich lohnen.


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